Spielbericht: Match of the day 1.6.: China vs. Polen

Als der Abpiff ertönte reagierten die polnischen Spieler sehr unterschiedlich. Einige lagen enttäuscht am Boden und andere trugen es mit Fassung. Beide Seiten sind verständlich, denn durch die 2:0 Niederlage gegen China ist die Ausgangssituation schwierig. Polen muss auf ein hohen Sieg der Chinesinnen hoffen, um noch die Chance zu haben mit einem Punkt ins Halbfinale einzuziehen. Doch am Ende des Tages ist diese Situation gerechtfertigt. Polen tat im Spiel gegen China zu wenig, um zählbares mitzunehmen. Wie auch schon beim 2:2 Unentschieden gegen Südafrika beschränkten sie sich auf die Defensive. Herausragend dabei war die Leistung von Torwärtin Klaudia Glaneri, die ihrer Hintermannschaft einige Fehler rettete. Doch Chinas Druck wurde zu hoch. Durch kluge Ballstafetten im Mittelfeld und starke Flankenläufe variierten sie ihr Spiel um Polens Defensivriegel zu knacken. Stark dabei war Mittelfeldmotor Son Xiang Yue, die Löcher riss, und die Stürmerin Gao Ying Chao bediente. Zweimal, nach ähnlichem Muster, gelang es Chao ein Tor zu erzielen. Ihre Stärke, das Kombinationsspiel vor dem gegnerischen Strafraum, ist gleichzeitig ihre Schwäche, da sie zum Teil Großchancen vergaben durch den einen Pass zu viel. Allgemein ist zu sagen: China ist mit dieser konzentrierten Leistung ein starker Konkurrent für die Favoriten aus Deutschland und den USA. Für Polen heißt es morgen zittern, denn China trifft auf Südafrika und muss dringen mit drei Toren Differenz gewinnen – ansonsten müssen die Mädchen aus Danzig im Spiel um Platz fünf beweisen, dass sie auch Offensive können.

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